Verein Horizonte e.V. zur Förderung affektiv Erkrankter

Freunde
Befreunden vermittelt Freundschaften zwischen ehrenamtlichen Helfern und Menschen, die wegen einer Depression in Behandlung sind und wenig soziale Kontakte haben.

Zeitspende Um eine regelmäßige Freundschaft zu pflegen, sollte man zwei bis vier Stunden pro Woche einplanen.

Befreunden mit Leben füllen Die Freunde gestalten ihre wöchentlichen Treffen völlig frei: Vom Spazierengehen, gemeinsamen Kino-, Theater-, Museumsbesuch bis hin zu einfach "nur" unterhalten – eben alles, was Freunde gerne miteinander machen.

Erstes Treffen Zunächst kontaktiert der interessierte neue Freund die ehrenamtliche Koordinatorin unseres Projekts Befreunden. Ein erstes Treffen dient dem Kennenlernen und dem Informationsaustausch beider Seiten. Der nächste Schritt ist eine Kontaktaufnahme mit dem Stationsleiter der Spezialstation für depressive Störungen des Isar-Amper-Klinikums, Klinikum München-Ost und es findet ein erstes Treffen zwischen den neuen Freunden statt. Weitere Unternehmungen werden individuell verabredet und sollten nach beiderseitigen Interessen geplant und gestaltet werden.

Stammtisch Jeden dritten Montag eines Monats findet ein Stammtisch für die ehrenamtlichen Helfer statt. Dieser Stammtisch bietet ein Forum zum Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit, Fragen zu konkreten Problemen an anwesende Fachkräfte zu stellen.

Ein Freund ist kein Therapeut! Bei Verschlechterung der Depression oder anderen Problemen kann und soll sich der ehrenamtliche Helfer an Fachkräfte (Ärzte, Sozial-Pädagogen und Pflegepersonal des Isar-Amper-Klinikums, Klinikum München-Ost) wenden. Vorträge zum Thema Depression werden in regelmäßigen Abständen vom Verein durchgeführt.

Die Gruppe Seit 2005 gibt es dieses Projekt des Vereins Horizonte. Zurzeit sind ca. 20 Personen aktiv in das Projekt Befreunden eingebunden.

Entstehung des Projekts Befreunden 1999 veröffentlichte Harris und andere im British Journal of Psychiatry die Studie "Befriending as an intervention for chronic depression among women in an inner city". Ehrenamtliche Frauen begleiteten 40 depressive Frauen über ein Jahr mit der Aufgabe, mindestens eine Stunde pro Woche gemeinsam zu verbringen. Das Ziel war die Überwindung psychosozialer Belastung durch die positive Begegnung im Sinne eines Neustarts (fresh start). Das Modell erwies sich als wirksam im Hinblick auf eine Remission der Depression.
Der Verein Horizonte griff diese Idee auf, um Patienten der Depressionsstation des Isar-Amper-Klinikums, Klinikum München-Ost, die sich im Verlauf ihrer Erkrankung stark zurück gezogen und nur wenige soziale Kontakte hatten, bei ihrem "Neustart" zu unterstützen.
Detaillierte Informationen zum Projekt Befreunden finden Sie hier. pdf